Hier bekommen Sie Hilfe, wenn Ihr Hund bellt.

Hund bellt – was tun?

Dass ein Hund bellt ist völlig normal und sehr natürlich. Doch häuft sich das Bellen des Hundes und wird zur Regelmäßigkeit, so läuft man zwangsläufig auf ein Problem.
Denn nicht nur für Sie, sondern auch für Ihre Mitmenschen kann das Bellen nervig werden.

Auf dieser Seite finden Sie nicht nur die Ursache für das Bellen, sondern auch die Lösung.

Gründe für das Bellen

Es gibt viele verschiedene Gründe für das Bellen – und alle haben eins gemeinsam: sie lassen sich lösen. Nur gibt es immer unterschiedliche Herangehensweisen, um das Bellen in den Griff zu bekommen. Im folgenden sehen Sie eine Navigation für 6 verschiedene Auslöser, suchen Sie sich Ihren Fall heraus und wir gehen gemeinsam das Problem an.

Warum Ihr Hund bellt kann viele Gründe haben

Ein Hund kann lediglich durch bellen, knurren, wedeln oder seine großen Augen auf sich aufmerksam machen und seine Gefühle ausdrücken. Oder aber auch durch: bellen.

Es liegt nahe, dass Ihr Liebling etwas aus dem Herzen hat und er es mit dem bellen darstellen möchte. Das kann unter anderem folgende Gründe haben:

Bellen aus Unsicherheit

Sofern der Hund unsicher ist, ist es in den meisten Fällen so, dass er ein mangelndes Vertrauen zum Besitzer hat. Das hört sich zu aller erst hart an, ist jedoch durch gut durchdachte Übungen sehr schnell in den Griff zu bekommen.

Der Hund versucht, die Distanz zum angebellten Objekt zu vergrößern. Er vertraut dem Besitzer nicht, da er denkt, dass dieser die Situation nicht im Griff hat – ansonsten würde er sich dem Besitzer nähern und abwarten, wie dieser reagiert.

Der Hund möchte Aufmerksamkeit

Es fängt ganz leicht an: der Hund bellt leise, um zu signalisieren, dass er Hunger hat, raus möchte, oder einfach nur spielen möchte. Doch dadurch gewöhnt er sich daran, dass er durch das Bellen eine Belohnung bekommt – und das wiederholt er immer und immer wieder.

Hierbei möchte die Fellnase durch das bellen seine übliche Belohnung bekommen.

Bellen aufgrund von Verlustangst

Da jeder ab und an einmal ohne den Hund das Haus verlassen muss, muss dieser wissen, dass man wieder kommt und er in Sicherheit ist. Doch nicht jeder Hund weiß das und fängt bedingt dadurch an zu bellen, sofern er sich alleine fühlt.

Hunde fühlen sich beim Herrchen in Sicherheit geborgen und fühlen sich verlassen, wenn sie alleine sind.

Allgemeine Tipps wenn der Hund bellt

Lieber Hund vs. Bellender Hund1. Verhalte dich ruhig

Die allererste Regel lautet: verhalten Sie sich immer ruhig, wenn Ihr Hund sich unruhig verhält. Es wäre für ihn ein Zeichen, dass er sich richtig verhält, wenn Sie sich verhalten wie er.

2. Den Hund auspowern

Man kennt es von sich selbst: ist man ausgepowert, hat man nicht mehr so viel Energie zu diskutieren oder sonstige anstrengende Dinge zu unternehmen. Ähnlich ist es bei einem Hund: denn das Bellen ist anstrengend. Dementsprechend kann es viel bringen, den Hund auszupowern – oft ist es nämlich so, dass Ihr Vierbeiner aufgrund von zu wenig Aufmerksamkeit oder Langeweile bellt.

3. Das Bellen ignorieren

Sofern der Hund zu bellen beginnt ist es einer der größten Fehler, selbst laut zurückzurufen. Verhalten Sie sich also ruhig und ignorieren Sie das Bellen – reden Sie oder tun sie weiter das, was Sie auch vor dem Bellen gemacht haben.

Der ideale Plan: was tun wenn es klingelt?

Übung: nach dieser Übung bellt Ihr Hund nicht mehr, wenn es klingelt.Die meisten Hundebesitzer haben das Problem, dass ihr Hund bellt, wenn es klingelt. Dementsprechend zeige ich Ihnen nun hier, wie Sie vorgehen müssen, um dem Vierbeiner das Bellen abzutrainieren, wenn es klingelt.

Vorbereitung für diese Übung

Für diese Übung müssen Sie eine zweite Person haben, die geduldig ist und kein Problem damit hat, vor der Tür eine Weile zu verbringen, ohne in die Wohnung einzutreten.

Wenn möglich sollte sich diese Person einen Stuhl und was zu trinken mit nach draußen nehmen 🙂

Zusätzlich wird eine ca. 1m lange Hundeleine benötigt, die der Hund eine Stunde vor dieser Übung umgebunden bekommt. Daraufhin sollte er ganz gewöhnlich durch die Wohnung laufen, sich irgendwo hinflenzen und sich normal verhalten.

Ablauf dieser Übung

1. Die zweite Person begibt sich nach draußen – das sollte jedoch so natürlich wie möglich aussehen: also Schuhe und Jacke anziehen, tschüss sagen und  herausgehen.

2. Daraufhin müssen beide Parteien 5 Minuten warten.

3. Erst dann darf Person die 2. Person einmal klingeln. Der Hund wird daraufhin wahrscheinlich anfangen zu bellen, zur Tür rennen und auf sich aufmerksam machen.

4. Jetzt kommt etwas kurioses: bei Punkt 3 machen Sie nämlich mit. Rennen Sie mit Ihrem Hund zusammen zur Tür. Loben Sie ihn. Dadurch merkt ihr Hund, dass Sie wissen was Sie machen.

5. Die Tür bleibt verschlossen. Person 2 muss noch ein bisschen Geduld haben. Sie begeben sich wieder in eine normale Situation, sodass Ihr Hund irgendwann von sich aufhört, zu bellen.

6. Der Hund sollte nun in einem Raum sein, der ein bis zwei Räume von der Tür entfernt liegt.

7. Sofern das der Fall ist, stellen Sie sich ein paar Meter entfernt von der Tür auf – die Person 2 darf nun erneut klingeln.

8. Ihr Hund wird wieder anfangen zu bellen und zur Tür rennen wollen: nun stoppen Sie ihn jedoch und halten ihn auf. Nehmen Sie ihn an die Leine und gehen mit ihm in der Wohnung Gassi. Dabei reden Sie jedoch nicht mit dem Hund, versuchen ihn nicht zu beruhigen und laufen einfach weiter. So lange bis der Vierbeiner auf hört zu bellen – und selbst dann laufen Sie weiter und weiter.

9. Sobald der Hund aufgehört hat zu bellen, wird Person 2 erneut klingeln.

10. Sie laufen jedoch weiter und weiter – ohne mit dem Hund zu reden.

11. Nun wiederholen Sie und Person 2 die Punkte 9 und 10 so lange, bis der Vierbeiner beim Klingeln nicht mehr bellt – das kann eine Weile dauern, doch lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen.

12. Herzlichen Glückwunsch: Sie haben Etappe 1 geschafft, das ist sehr gut! Nun – da der Hund bei unregelmäßigem Klingeln nicht mehr bellt – darf Person 2 alle 30 Sekunden klingeln. Und Sie laufen währenddessen immer noch weiter und weiter..

13. Jetzt könnte es sein, dass Ihr Liebling wieder ab und an bellt – doch das regelmäßige Klingeln machen Sie mindestens 5 Minuten lang, alle 30 Sekunden. Wenn er nach den 5 Minuten beim Klingeln nicht mehr bellt, ist diese Übung abgeschlossen. Sehr gut!

Wiederholung der Übung

Diese Übung ist sehr effektiv, aber aufwendig. Das erste mal wird sie am längsten dauern, aber glauben Sie mir: es wird sich lohnen.

Wiederholen Sie diese Übung am besten am ersten Tag 3x. Am darauffolgenden Tag machen Sie diese Übung 2x und daraufhin nur noch einmal.

Idealerweise halten Sie sich für das gesamte Training ein Wochenende frei – zumindest so, dass Sie drei Tage nacheinander trainieren können.

Weitere Übungen für die Praxis

Weitere solcher Übungen, wie Sie oberhalb dieses Absatzes sehen – und wie Sie diese so schnell wie möglich umsetzen, finden bei unserer Soforthilfe. Dort zeigen wir Ihnen, wie Sie das Bellen von Grund auf abtrainieren – und das mit praxisnaher Erklärung.

Denn was bringen einem theoretische Übungen, wenn diese in der Praxis nicht umsetzbar sind und einem schlussendlich nichts bringen?

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