„Ruhig“ ist kein Zauberwort. Dein Hund muss zuerst lernen, welches Verhalten sich lohnt: Blickkontakt, vier Pfoten am Boden, auf die Decke gehen oder entspannt liegen.
Was du zuerst belohnst
Warte auf einen sehr kurzen ruhigen Moment. Vielleicht schließt dein Hund den Mund, wendet den Kopf ab, setzt sich oder legt sich hin. Markiere leise und belohne sofort. Du musst nicht auf völlige Stille warten.
So baust du das Signal auf
- Übe in einem reizarmen Raum.
- Belohne spontane Ruhe mehrfach.
- Füge erst später das Wort „ruhig“ hinzu.
- Verlängere die ruhige Dauer in kleinen Schritten.
- Übe danach mit einer einzelnen Ablenkung.
Das Signal richtig einsetzen
Nutze es nicht als Ersatz für Management. Wenn dein Hund bereits völlig aufgeregt ist, braucht er zuerst Abstand und Entlastung. Rufe das Signal nicht immer lauter, sonst wird aus Ruhe schnell zusätzlicher Druck.
Ein Wochenplan
Tag 1 und 2: ruhige Momente im Alltag markieren. Tag 3 und 4: Decke oder Liegeplatz ergänzen. Tag 5 und 6: kleine Ablenkungen einbauen. Tag 7: in einer einfachen echten Situation anwenden und früh belohnen.
Mehr dazu bei ständigem Bellen, der Türklingel und der Soforthilfe.
Häufige Fragen
Warum klappt „ruhig“ draußen nicht?
Das Signal wurde wahrscheinlich noch nicht unter vergleichbarer Ablenkung trainiert. Gehe einen Schritt zurück und vergrößere den Abstand.
Kann ich Ruhe mit Futter belohnen?
Ja. Futter ist eine praktische Belohnung, solange dein Hund es annimmt und die Situation nicht zusätzlich hektisch wird.